Manche Räume wirken unruhig, obwohl nichts Besonderes in ihnen steht. Oft liegt es daran, dass alles ein wenig verstreut ist und das Auge keinen Ruhepunkt findet. Symmetrie ist ein einfaches Mittel dagegen. Wenn eine Seite des Zimmers die andere spiegelt, entsteht Ordnung, ohne dass du etwas wegräumen musst. Das gelingt mit Dingen, die du längst besitzt, und es braucht nur ein wenig Geduld beim Ausprobieren.
Paare bilden
Beginne mit zwei Lampen. Stelle je eine auf beide Seiten des Sofas, der Kommode oder des Bettes. Sie müssen nicht identisch sein, es reicht, wenn sie ähnlich hoch sind und ein ähnliches Licht geben. Auch zwei Stühle, die sich gegenüberstehen, oder zwei Kissen an den Enden des Sofas schaffen einen ruhigen Rahmen. Suche in anderen Zimmern nach Paaren. Zwei Vasen, zwei Schalen oder zwei Kerzenständer finden sich oft in verschiedenen Schränken.
In der Mitte zwischen den Paaren darf ein einzelner Gegenstand stehen, zum Beispiel ein Bild, ein Spiegel oder eine grosse Schale. So wirkt die Anordnung wie ein kleines Bühnenbild, bei dem alle Teile aufeinander bezogen sind. Prüfe, ob der Abstand auf beiden Seiten ungefähr gleich ist, und schiebe ein wenig, bis es stimmt. Genau muss es nicht sein.
Nicht zu streng
Zu viel Symmetrie kann steif wirken, wie ein Zimmer aus einem Katalog. Darum lohnt es sich, eine Kleinigkeit bewusst anders zu machen. Stelle auf der einen Seite eine Pflanze und auf der anderen einen Stapel Bücher. Lasse eine Lampe etwas höher stehen als die andere. Der Gesamteindruck bleibt ruhig, wird aber lebendiger, weil er nicht mehr perfekt ist.
Kerzen wirken in Paaren besonders schön, doch sie dürfen nur brennen, solange jemand im Raum ist, und sie brauchen einen festen Untergrund, weit weg von Vorhängen und Papier. Wer lieber auf sichere Weise Licht setzt, nimmt zwei kleine Lampen.
Schau dir das Zimmer nach der Veränderung von der Türe aus an. Ist der Blick jetzt ruhiger? Findet das Auge einen Punkt, an dem es gern verweilt? Wenn ja, hast du mit ganz einfachen Mitteln viel erreicht. Und wenn nicht, tauschst du ein Paar aus und probierst es nochmals. Symmetrie ist keine Regel, sondern ein Werkzeug, das du nach Belieben einsetzen kannst.