In fast jedem Haushalt liegen kleine Dinge herum, die zu schade zum Wegwerfen sind und doch keinen festen Platz haben. Eine Muschel vom letzten Urlaub, ein schöner Stein, ein Kerzenständer, ein kleines Väschen. Verteilt auf Regalen und Fensterbänken wirken sie zufällig. Auf einem Tablett zusammengestellt, werden sie zu einem Stillleben, das bewusst wirkt und trotzdem nichts kostet.
Das Tablett und die Dinge
Nimm ein Tablett, einen flachen Teller oder ein Holzbrett. Es bildet den Rahmen und hält die Dinge zusammen. Lege alle Kleinigkeiten daneben auf den Tisch und wähle einige wenige Stücke aus. Weniger wirkt oft besser als mehr. Achte darauf, dass die Dinge etwas miteinander zu tun haben: Vielleicht haben sie ähnliche Farben, oder sie stammen aus der Natur, oder sie sind alle aus Glas oder Holz.
Stelle zuerst das höchste Stück nach hinten oder an die Seite und das niedrigste nach vorn. Dazwischen darf etwas Mittelhohes stehen. Lasse zwischen den Dingen ein wenig Luft, damit jedes einzeln wirken kann. Ein kleines Buch oder ein Stapel Karten kann als Sockel dienen, um ein Stück etwas anzuheben. Verschiebe alles, bis das Bild ausgewogen ist.
Wo das Stillleben steht
Ein Tablett passt auf den Couchtisch, auf die Kommode im Flur oder auf die Fensterbank. Es soll dort stehen, wo du es oft siehst, aber nicht dort, wo du täglich etwas abstellst. So bleibt das Bild ungestört. Ein Vorteil des Tabletts ist, dass du es zum Abstauben mit einem Griff hochheben kannst. Damit ist das Aufräumen kein grosser Aufwand.
Verändere das Stillleben von Zeit zu Zeit. Im Herbst kommen Kastanien und Blätter dazu, im Winter vielleicht Tannenzapfen, im Frühling ein paar Zweige mit Knospen. Du brauchst keine neuen Dinge, nur eine neue Zusammenstellung. Sollte eine Kerze dabei sein, brennt sie nur, wenn du daneben bist, und sie steht stabil.
Schliesslich kannst du mehrere Tabletts in verschiedenen Zimmern aufstellen. Jedes erzählt etwas anderes, und zusammen geben sie der Wohnung eine persönliche Note, die von dir stammt und nicht aus einem Laden.