Zwei Menschen ziehen zusammen, und jeder bringt seinen eigenen Geschmack mit. Der eine mag es hell und schlicht, die andere bunt und voll. Bei der Einrichtung führt das manchmal zu Streit, dabei muss es nicht so sein. Mit ein paar einfachen Ideen und den Dingen, die beide schon besitzen, lässt sich ein Zuhause gestalten, in dem sich beide wiederfinden.
Erst reden, dann stellen
Setzt euch zusammen und sprecht darüber, was euch an einer Wohnung wichtig ist. Vielleicht geht es dem einen um Ruhe und dem anderen um Farbe, dem einen um Ordnung und dem anderen um Gemütlichkeit. Wenn ihr wisst, wo eure Wünsche liegen, findet ihr leichter Lösungen. Jeder darf drei Dinge nennen, die unbedingt ins Zimmer sollen, und diese Dinge werden ernst genommen.
Legt außerdem eine gemeinsame Grundlage fest, zum Beispiel zwei oder drei Farben, die immer wiederkehren, oder ein Material wie Holz. Auf dieser Basis darf jeder seine Lieblingsstücke aufstellen. So wirkt der Raum einheitlich, auch wenn die Stücke aus verschiedenen Welten kommen.
Jeder hat seine Ecke
Es hilft, wenn jeder einen eigenen Bereich hat, den er ganz nach Belieben gestaltet. Das kann ein Regal sein, ein Sessel mit Tisch oder eine Wand. Was dort steht, muss dem anderen nicht gefallen. In den gemeinsamen Zonen wie Wohnzimmer und Essbereich probiert ihr Kompromisse aus, zum Beispiel einen Teil der Wand mit Bildern des einen und einen anderen Teil mit denen der anderen.
Probiert Anordnungen eine Woche lang aus, bevor ihr sie festlegt. Was sich nicht gut anfühlt, ändert ihr wieder, ohne dass jemand beleidigt sein muss. Am Ende steht ein Zuhause, das euch beide zeigt. Vieles, was anfangs nicht zusammenpasst, wirkt nach einiger Zeit wie ein gelungener Mix.
Wichtig ist, dass beide etwas von ihrem Geschmack wiederfinden. Wenn du im Wohnzimmer einen Sessel des anderen siehst und ihn schön findest, sag es. Solche kleinen Sätze machen aus zwei Wohnungen ein gemeinsames Zuhause, in dem sich beide willkommen fühlen.