Viele Esstische haben Sessel, die alle gleich aussehen, weil sie als Set gekauft wurden. Aber der Reiz eines Zimmers liegt oft im Unterschiedlichen. Sessel, die nicht zusammenpassen, wirken lebendig und wohnlich, als hätten sie sich über die Jahre versammelt. Du kannst sie aus verschiedenen Zimmern holen, ohne etwas zu kaufen. Mit ein paar Kniffen sieht das Ergebnis gewollt aus.
Was verbindet die Sessel?
Damit die Mischung nicht zufällig wirkt, braucht sie einen roten Faden. Das kann die Farbe sein, das Material oder die Form. Ein Beispiel: Alle Sessel sind aus Holz, aber sie haben verschiedene Lehnen. Oder sie haben ganz unterschiedliche Formen, sind aber alle dunkel. Wähle eine Gemeinsamkeit und lasse den Rest ruhig verschieden sein.
Polster verbinden vieles. Wenn du auf jeden Sessel ein Sitzkissen im gleichen Ton oder aus demselben Stoff legst, wirkt die Gruppe sofort einheitlicher. Auch eine Decke über der Lehne oder ein Tuch, das du zu einem Band faltest, kann die Sessel verbinden. Alte Stoffe, die zu nichts anderem taugen, sind dafür gut geeignet.
Die richtige Reihenfolge
Beim Aufstellen hilft ein einfacher Trick. Stelle die auffälligsten Sessel an die Stirnseiten des Tisches und die ruhigeren an die Längsseiten. So entsteht Ordnung in der Unordnung. Wenn du zwei gleiche Sessel hast, stelle sie gegenüber oder als Paar auf, damit das Auge einen festen Punkt findet. Achte auch darauf, dass alle Sessel ungefähr gleich bequem sind, denn niemand sitzt gern länger auf einem harten Sitz.
Sessel aus anderen Räumen wie Schlafzimmer, Vorzimmer oder Küche passen oft gut zu einem Esstisch. Ein Schemel oder eine kleine Bank ersetzt einen Sessel, wenn Gäste kommen. Probiere die Anordnung bei einem Essen aus und frage die anderen, wie sie sitzen. Wenn etwas nicht passt, tauscht ihr zwei Plätze. Am Ende sollte jeder Sessel zu jemandem passen.
Die Mischung hat noch einen Vorteil: Wenn ein Sessel kaputtgeht oder woandershin wandert, fehlt kein Teil eines Sets, und die Gruppe wirkt trotzdem stimmig. Mit der Zeit entsteht ein Tisch, an dem jeder Platz eine eigene Geschichte erzählt. Das gibt Gesprächsstoff für jedes Essen und macht Gäste neugierig.