Ein Wohnzimmer muss nicht das ganze Jahr gleich aussehen. Im Sommer wünscht man sich Luft, Licht und einen Platz nahe am Fenster, im Winter dagegen Wärme, Nähe und eine Ecke, in der man sich einigeln kann. Wer die Möbel mit den Jahreszeiten umstellt, spürt den Wechsel auch daheim. Das kostet nichts und dauert nur einen Nachmittag.
Sommer: Richtung Fenster
Wenn es warm ist, rückst du Sessel und Sofa näher ans Fenster oder an die Balkontür. So sitzt du im Licht und siehst nach draußen. Räume dicke Polster und Decken in den Kasten und lass nur leichte Stoffe liegen. Ein großer Teppich, der im Winter Wärme spendet, darf im Sommer ruhig eingerollt werden, damit der Boden angenehm kühl bleibt.
Auch die Wege sind im Sommer anders. Die Balkontür soll offen stehen können, ohne dass ein Möbelstück im Weg steht. Ein kleiner Tisch für Getränke findet gut neben der Tür Platz, und ein Sessel darf sich in die Richtung drehen, aus der ein leichter Wind kommt. Wirkt ein Bereich leer, kannst du ihn mit ein paar Pflanzen aus anderen Zimmern füllen.
Winter: Nähe und Wärme
Wenn es kälter wird, rückt die Sitzgruppe wieder zusammen. Stelle Sessel und Sofa enger, damit eine kleine Höhle entsteht, und hole die dicken Decken aus dem Kasten. Sitzplätze sollten nicht direkt vor der Heizung stehen, denn Möbel davor behindern die Wärme, und Stoffe sollten dort nicht liegen. Ein Platz weg von kalten Fenstern und Zugluft fühlt sich sofort behaglicher an.
Auch das Licht verändert sich. Im Sommer reicht das Tageslicht lange, im Winter braucht der Raum mehr Lampen. Verteile sie so, dass jeder Platz sein eigenes Licht hat. Dann schaltest du die Deckenlampe aus und sitzt in einem weichen Schein. Zwischen den Jahreszeiten kannst du vieles schrittweise ändern, sodass du nicht alles auf einmal umbauen musst.
Der Herbst ist ein guter Zeitpunkt, um zu üben. Beginne mit einem einzigen Sessel, den du ans Fenster stellst, und lege eine Decke darüber. So merkst du, wie gut eine kleine Änderung tut. Wenn du magst, hältst du auf einem Zettel fest, wie das Zimmer im Sommer und im Winter stand, damit du es im nächsten Jahr schneller wieder so einrichten kannst.